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Krebsforscher schlagen Alarm: Fleisch soll krebserregend sein

2017-12-02 01:18:31


Wie Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation WHO nun herausgefunden haben, sind Wurst und rotes Fleisch alles andere als gesund – sie wurden nun sogar auf die WHO Gefahrenliste gesetzt. Dies betrifft beispielsweise Würstchen und Schinken, aber auch vieles anderes verarbeitetes Fleisch. Denn diese stehen nach Einschätzung der IARC (Internationale Krebsforschungsagentur) unter Verdacht, krebserregend zu sein. Wer regelmäßig Fleisch isst, stehe deshalb unter einem erhöhten Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.


Neben Weißwurst, Bratwurst und Co. steht aber auch rotes Fleisch unter Verdacht, wahrscheinlich ebenfalls krebserregend zu sein. Dies betrifft beispielsweise das Muskelfleisch aller Säugetiere, wie zum Beispiel Schwein, Rind, Kalb, Ziege oder Lamm. Deshalb sei dringend zu empfehlen, den Konsum von Fleischprodukten zu reduzieren. Dass Fleisch nun als krebserregend eingestuft wurde, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass man nun direkt Vegetarier oder Veganer werden muss. Denn wie überall gilt auch hier wieder: Die Menge macht das Gift. Dies bedeutet also, dass jeder sehr wohl Fleisch essen darf, so er denn möchte. Doch sollte man es dabei keineswegs übertreiben, sondern Fleischprodukte nur in Maßen konsumieren und nicht in Massen.


 


Fleischkonsum in der Realität weit über den Empfehlungen


Auch die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) hat sich zu Wort gemeldet. Sie empfiehlt einen wöchentlichen Konsum von Fleisch und Fleischprodukten von nicht mehr als 300 Gramm, allerhöchstens aber 600 Gramm. Doch in der Realität sehen die Zahlen ganz anders aus. Der Bundesdurchschnitt im Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei den Frauen statistischen Auswertungen zufolge mit rund 588 Gramm Fleisch in der Woche nur minimal unter der empfohlenen Maximalgrenze. Die Männer hingegen schlagen deutlich darüber, denn bei ihnen sind es im Bundesdurchschnitt rund 1092 Gramm.


In mehr als 800 Studien haben verschiedenste Forscher und Arbeitsgruppen die Verbindung zwischen dem Fleischkonsum und der Entstehung verschiedener Krebsarten untersucht und ausgewertet. Eine Auswertung aller Studien durch die WHO hat ergeben, dass schon der Konsum von 50 Gramm verarbeitetem Fleisch am Tag das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um 18 Prozent steigern kann. Dies betrifft beispielsweise gepökeltes oder geräuchertes Fleisch. Bei rotem Fleisch hingegen gab es zwar nur begrenzte Nachweise, doch steht es dennoch ebenfalls unter Verdacht, Krebs zu erzeugen.




Quelle: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/wurst-als-krebserreger-die-wichtigsten-antworten-a-1059645.html